Ein Tag voller Konzentration. Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse waren ganz bei der Sache, als es am 29. Mai darum ging, das Trittsteinbiotop zu bepflanzen. Gleich die erste Frage zeigte, dass die Kinder pfiffig sind: „Wie soll denn auf dem Sand was wachsen?“ Tatsächlich haben die Ideengeber der Stiftung für Mensch und Umwelt absichtlich Kies anfahren lassen. Denn das Biotop soll ideal für Pflanzen sein, die mit nährstoffarmen Böden klarkommen. Der magere Boden schützt die gepflanzten heimischen Kräuter und Gräser vor Überwucherung durch andere Pflanzen.
„Was denkt ihr, wie viele Pflanzen ihr eingegraben habt?“, lautet die Frage nach gut einer Stunde an die 25 Kinder. Kaum jemand schätzt 350. Und doch sind es so viele. Manche sehr klein, andere etwas größer.
Für die 4. Klasse war es besonderer Tag. Denn vor genau einem Jahr waren sie gefragt, wie sie sich den Campusgarten vorstellen. Mit dem Spiel Minecraft entwickelten sie virtuelle Anlagen. Darunter gab es große Ideen wie einen Wasserfall. Aber es gab auch Ideen, die mit der Welt der Erwachsenen kompatibel sind. Der Vorschlag, einen Tunnel durch eine Sandanhäufung zu bauen, konnte umgesetzt werden.
Übrigens: Ein Trittsteinbiotop sind kleine Naturinseln in der Großstadt. Wenn sie wie Trittsteine in einem Bach über die Stadt verteilt angelegt sind, können viele Tierarten ihren Lebensraum in Berlin vergrößern. Deshalb ist die neue Anlage im Campusgarten eine Mischung aus Spielplatz für die Kinder und geschützter Bereiche für mehrere heimische Pflanzenarten. Mehr Informationen zu naturnahem Grün findet sich auf der Webseite der Stiftung für Mensch und Umwelt.

Foto: Andrei Schnell

Foto: Andrei Schnell

Foto: Andrei Schnell








